große filmszenen


"Die Wikinger", Richard Fleischer 1958

was ist ein mullet?!

Mullet bezeichnet im Englischen eigentlich eine Fischart, ist aber umgangssprachlich schon lange das Synonym für die prächtige Haartracht, die man hierzulande mit dem sperrigen Begriff "Vokuhila" versehen hat.
Wieder einmal leistete das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ästhetische Pionierarbeit und liefert uns, vorzugsweise in ländlichen Gebieten, auch heute noch phantasievolle Neuschöpfungen.Irgendwann zwischen den 70ern und 80ern begann dieser ausdrucksvolle Haarschnitt seinen noch lange nicht beendeten Siegeszug, der den Träger (seltener die Trägerin) quasi zu einem alten Bekannten macht, über dessenHerkunft und Bildungsgrad, politische Ausrichtung und private Vorlieben man bestens Bescheid zu wissen glaubt und damit in der Regel Recht hat.
Diese Kategorisierungen funktionieren in Europa eher eingeschränkt.
Einschlägige Webseiten präsentieren Photos dieser Menschen wie die Untergruppen einer bestimmten Spezies, und MT hat sie mit lebhaftem Interesse besucht.
Den Urmullet kann man tatsächlich auf die Ära der großen Beatles zurückführen.

Aus dieser Zeit haftet der Haartracht sicher der Gout des Freigeistes und schöpferischen Rebellen an, zu denen sich sicher auch das folgende Beispiel zählt:
Hartmut Engler, Schöpfer und Frontmann der wilden und doch sensiblen schwäbischen Rockgruppe "PUR".

MT vermutet, dass seine Haartracht so manchem Jungmann ein Identifikationsangebot offerierte, das er zu gerne annahm und einsetzte, um bei erwünschten Geschlechtspartnerinnen Paarungsbereitschaft auszulösen.
"Woisch, Heidi, dr Hartmut drückt fei perfekt des ous, was i für di empfind..."
"Ritschi, i straichl oifach so gern dein Kopf mit denne lange Nackehoor."
Der Rest ist Schweigen.

Das letzte Bild aus einer ländlichen Region der
 USA soll belegen, dass auch mitten im Leben stehende Männer nicht auf diesen Ausdruck eines freien rebellischen Geistes und selbstbewussten Schönheitssinns verzichten wollen. Sollte der Träger der stolzen Haartracht sich dafür in Wort, Tat oder nur Blick kritisiert fühlen, ist er gerne bereit, von einer seiner vielen Handfeuerwaffen Gebrauch zu machen.

Wie erwähnt, ist es Zeit für schlüssige
 Kategorisierungen auch bei uns.
Hier einige Vorschläge.

freudenbringer, die zweite

Wie erwähnt schwappt aus den USA kommend und von kecken Predigern getragen eine Welle neuer Religiosität übers Land. Hat sich doch in den Reihen der diffus Gläubigen die Überzeugung breitgemacht, dass man der fortschreitenden Islamisierung ein wieder aktiver praktiziertes Christentum entgegenhalten muss.
Mittlerweile haben ja auch die Amtskirchen gemerkt, woher der Wind weht; die viele Münder nährende Konfessionenmaschinerie hat sich behäbig in Bewegung gesetzt und man hat beträchtliche Gelder lockergemacht. Der schicke Buddhismus und die seit den und besonders in den 80ern grassierende Sannyasin-Bewegung hatten den Amtskirchen immer ein hippes und szenenahes Moment voraus, das soll sich jetzt ändern.
Findige Christenköpfe sind in Kreativteams bemüht, die Heilsbotschaft in die Sprache der Jugend einzubetten, man liest auf Plakaten zu musicalartigen performances "the weapons have changed but the goal remains the same..." und sieht sich unversehens zu Kursen in Bibliodrama und Sakraltanz eingeladen. Sommerliche Christivals laden zur Begegnung junger Menschen ein, wo die Tage mit Lobpreis oder auch gleich powerpraise angefüllt sind.
Nicht zuletzt gehen die großen Konfessionen in der Esoterik und Psychologie angeln, und kaum ein städtischer Pfarrer unter vierzig kommt noch ohne Meditationsabende und Therapeutenschnack über die Runden. 
Die katholische Kirche beschäftigt schon seit geraumer Zeit studierte Mediziner als "Neurotheologen", die schlüssig nachzuweisen wissen, dass die diversen Elevationen, Visionen und Exstasen der Heiligen nicht der Ausdruck eines angegriffenen Nervenkostüms oder einer Generalklatsche sein konnten.
Zugleich findet auch die schlüssige Denkart des Kreationismus zunehmenden Anklang, der auch MT durchaus etwas abgewinnen kann. Oder kann eine solche Erscheinung das Ergebnis blosser Zufälle sein?!
Die genannte Denkart findet schon jetzt unter Personen von Rang und Einfluss Anklang, und es wird nicht lange dauern, dann wird sie unter den Künstlern und Kennern der Volksmusik eine breite Anhängerschaft finden.

freudenbringer, die erste

Für MT und viele andere seiner Generation war AMERIKA von Kindheit an das gelobte Land, und diese Sicht mit den Jahren zu korrigieren war ein schmerzhafter Prozess. Über viele diese Nation betreffende Ereignisse und Phänomene sprechen sie nicht umsonst mit dem verächtlichen Zynismus zutiefst enttäuschter Gläubiger.
Noch heute pflegt er eine idealisierte Sicht auf das 18te Jahrhundert in den Staaten Neuenglands, als die Indianer den Siedlern noch als stolze und arglose Herren über einen Kontinent gegenübertraten (wären sie damals nur so schlau gewesen, ihnen einige grundlegende Fähigkeiten abzuschauen und sie dann mit Arschtritten wieder auf ihre Schiffe und zu ihren Religionskriegen zurückzujagen...).
AMERIKA, seine Natur und unendlich weiten offenen Räume der Zeit von Mackenzie, Lewis und Clarke, von Chingachgook und Natty Bumppo und die noch heute existierende Mobilität seiner Menschen haben sein Wertesystem geprägt, seine Ästhetik, seinen Musikgeschmack und vieles mehr, und seine Landsleute haben ja in den letzten Jahrzehnten fleissig alles übernommen, was ihnen vorgeworfen wurde; vom TV-Kretinismus über SUVs zum idiotischen Teenie-Sprech.

Und jetzt kommen die Evangelikalen. Aber da haperts offensichtlich noch.

Haben die amerikanischen Gläubigen doch eine prächtige Auswahl an überaus photogenen Predigerpärchen, allen voran die Osteens (Bild).
Zwar hatte die Gattin vor Jahren durch Zickenterror im Erster-Klasse-Abteil einer Fluglinie eine Zeitlang schlechte Presse, doch das tat dem Gläubigenaufkommen ihres Gatten, der eigens ein Stadion in Austin, Texas, kaufte und mit künstlichen Wasserfällen und einem geheizten Glastaufbecken umbauen liess, keinen Abbruch.
Musterexemplare einträglicher Gottesvermarktung.

Zwar sendet Murdochs VOX hierzulande ausgedehnt aktuelle Gottesdienstübertragungen europaverträglicher Front- und Kolonialprediger, aber das bleiben sicher noch lange Zuschussgeschäfte.
Da erfahren der agile Altchargeur Siegfried Müller (der von dem koreanischen Massenprediger Cho angeregt in den 70ern in einem Hinterhof in Durlach-Aue zu predigen anfing) und seine zwei linkischen Söhne mit ihrem in Karlsruhe situierten MISSIONSWERK viel lebhafteren Zuspruch. Der bauernschlaue Heilsbringer weiß eben immernoch besser, wie er seine Schäfchen ansprechen muss.
Aber auch er möchte inzwischen nicht mehr auf Exklamationen wie "Halleluja" (mit kehligem ll) und eine christliche Hüpfburg verzichten.
Sein Sohn hat sich auf regelmässige Gebetsnächte verlegt und kann sich auch schon auf diverse Spontanheilungen berufen.

MT erhofft sich nun für das begonnene Jahr ähnlich gutaussehende Demagogenpaare in Deutschland, gerne in anderer Rollenverteilung. Sarah Connors längst fällige Hinwendung zu Gott kann da derzeit keine Hoffnung machen, da sich der frettchenhafte Marc Terenzi erstens mit "Halloween"-Inszenierungen im Europapark Rust verzettelt und zweitens vor Kurzem aus dem gemeinsamen Heim ausgezogen ist.
Und das nach dieser tief bewegenden Hochzeitsinszenierung und den doch wenigen Ehejahren. MT ist enttäuscht.

gute wünsche fürs begonnene jahr

Vorderst an unseren Ministerpräsidenten Öttinger (65) zu seiner neu entflammten Liebe (http://bild.de) zu einer schmucken Referentin (?), die mit 31 Jahren zwar nicht mehr ganz knackfrisch ist, mit seinem jugendlichen Auftreten aber durchaus noch mithalten kann.Müssen ja nicht immer solche Erdzeitaltersunterschiede bestehen wie beim Altkanzler und seiner neuen Frau.Das mit den gereiften Politikern und gerade aufgeblühten Partnerinnen, gerne aus dem beruflichen Umfeld, ist ja ein Dauerbrenner in jahrtausendealter Tradition, hat man doch sicher den ersten sumerischen Potentaten schon rosige junge Frauen zugeführt.Schönstes Beispiel der letzten Zeit war Laurenzle Meyer (CDU), einst strenger Bewahrer klassischer Familienwerte und multipler Vater, der kürzlich stolz seine stramme Braut in Hochzeitskorsettage ablichten liess. Frauen in Blumenkübelfunktion. 
Macht ist einfach noch geiler als Geld, und wenn man ein gewisses Quantum davon hat, so ab Ressortleiter oder Mittelständischer Unternehmer, braucht man eben auch seine diversen Attribute.
MT zollt allen Politikern jenseits der Fuffzig Respekt, die bei ihren Frauen bleiben. So schlimm kann die Alte nicht sein, wenn sie drei Kinder großgezogen hat.

Weitere gute Wünsche gehen in die USA an die im vergangenen Jahr vor die Weltöffentlichkeit getretene Sarah (ein ebenso wie Ronald vielversprechender Vorname) "DumDum" Palin.
Nach der so positiven Resonanz auf ihr solides Wertesystem und ihr fundiertes weltpolitisches Wissen wird die Übernahme eines einflussreichen Amtes nicht zu lange auf sich warten lassen.
Sarah selbst hat ja nun medial Blut geleckt und will sich der Welt zwinkernd präsentieren. 
Sollte sie durch neidvolle Ränke scheitern, bleibt ihr in jedem Fall die US-Version vom "Dschungel-Camp", in der sie zeigen kann, wie man ein Wildschwein fachgerecht lebend epiliert und dann ausweidet.
Chuck Norris bricht ihm anschliessend die Gräten.

Kennt jemand Zina Saunders noch nicht? New Yorker Künstlerin, die hervorragende Portraits macht und sich im Zuge der Wahl auch malend in die Politik gemischt hat.

Ihr Kommentar zu dem Bild sagt sinngemäß: "Sarah Palin glaubt, dass die Dinosaurier zusammen mit den Menschen auf der Erde gelebt haben. HIJJJJJAAH, SARAH!"

Den Ausgang der Wahlen sah sie dann so:

MT hat sich sehr amüsiert.

Gute Wünsche für den weiteren Lebensweg gehen auch an Richard Cheney. Kein Spitzenpolitiker seit Friedrich Zimmermann und Vater Radovan




















hat das Schurkenhafte seines Charakters auch physiognomisch so perfekt  vertreten.
Wo wir gerade beim Thema sind: gute Wünsche auch an Herrn Zumwinkel zu einem süffigen Deal mit der Staatsanwaltschaft und für den weiteren Lebensweg auf seinem oberitalienischen Schloss.
Weitere Wünsche gehen an Paolo Pinkel für seine Tätigkeit als Fürsprecher von Anstand und Moral.

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